Mank ist Top-Umweltgemeinde

Mank. – Die Stadtgemeinde zählt zu den Top-Umweltgemeinden in NÖ – bei der Gemeinderatssitzung am 29. Oktober berichteten Umwelt-Gemeinderat Josef Pfeffer und Energie-Stadtrat Johann Buresch über die umfangreichen Aktivitäten in Mank.

Umwelt-Gemeinderat Josef Pfeffer berichtete von den ausgezeichneten Grünräumen in Mank: der Stadtpark wurde mit dem Sonderpreis der Landeshauptfrau bei Natur im Garten ausgezeichnet. Platz 3 gab es für den Manker Blumenschmuck. Bei den neuen Baugründen am Flurweg und am Hagbergweg wurde eine Bienenweide angelegt. Die öffentlichen Grünräume werden nach den „Natur im Garten“ Richtlinien gepflegt. Jährlich wird im Frühjahr das Gemeindegebiet bei der Flurreinigung mit Freiwilligen gesäubert und im Herbst gibt es die Baumpflanzaktion mit dem VDV. „Bäume sind die günstigste Klimaschutzmaßnahme“ so Stadtrat Josef Pfeffer.

5e-Gemeinde erfüllt die Pariser Klimaziele

Die umfangreichen Bemühungen in den Bereichen Energie, Mobilität, Stadtentwicklung und Grünraumpflege spiegeln sich in 2 großen Auszeichnungen wider: die Stadt erfüllt schon jetzt die Pariser Klimaziele 2030 und hat den Sprung zum europaweiten Gold-Standard im e5-Prgramm geschafft. Mitte November erfolgt die Auszeichnung in Liechtenstein. Nur 5 Gemeinden in NÖ verfügen über diese höchste Auszeichnung im Umweltbereich, die mit der „Champions League“ im Fußball vergleich bar ist. Stadtrat Johann Buresch dankte allen Beteiligten, die zum Erreichen dieses Meilensteins beigetragen haben.

Im Energiebericht ist der Verbrauch der Gemeindegebäude und Anlagen und die Stromerzeugung mit den PV-Anlagen genau dokumentiert. Die Daten der Smart-Meter werden direkt in die Energiebuchhaltung der Vorbild-Gemeinde importiert. Der Energiebericht 2025 ist auf der Manker Homepage verfügbar: www.mank.at/Leben_in_Mank/Umwelt/Gemeinde-Energiebericht

Klimaziele 2030 erfüllt

750 kWp – Photovoltaik-Leistung und mehr als 500 kW Batteriespeicher hat die Stadt bereits installiert. Die Straßenbeleuchtung ist zu 100% auf LED umgestellt, der Heizenergieverbrauch der Gebäude liegt mit 40 kWh/m2 deutlich unter dem Paris-Ziel von 50 kWh/m2. Mit Biomasse-Heizungen und e-Mobilität wird die Abhängigkeit vom Öl reduziert. 2 Schnuppertickets stehen für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung: durch die Reduktion der Nutzung von 12x auf 4x pro Jahr sollen noch mehr Mankerinnen und Manker die Möglichkeit bekommen, die Öffis auszuprobieren.

Der e-Fahrtendienst ist ein besonders positives Beispiel im Umweltbereich. Dank 24 freiwilligen Fahrerinnen ist umweltfreundliche Mobilität im ländlichen Raum für mehr als 110 Nutzerinnen und Nutzer möglich. Auch die Energiegemeinschaft „Ökostrom Alpenvorland“ hat sich dank dem Engagement von Johann Buresch toll entwickelt: sie zählt mittlerweile 450 Mitglieder, 200 kommen aus Mank.

Die Gemeinde fördert seit 21 Jahren Klimaschutzmaßnahmen bei Privatgebäuden wie Wärmedämmung, Fenstertausch oder Heizungsumstellung – 330.000€ wurden bereits an Förderungen vergeben und damit über 1.000 Maßnahmen unterstützt.

„Mank ist die umweltfreundlichste Stadtgemeinde in NÖ und erfüllt schon jetzt die Pariser Klimaziele 2030“ zog Johann Buresch ein Fazit der Bemühungen.

Die weiteren Beschlüsse

Die Projektänderungen im aktuellen Jahr wurden in einem Nachtrags-Voranschlag abgebildet: der Umbau der Kindergruppe am Friedhofweg 4 ist mit 650.000€ enthalten, dafür reduzieren sich die Kosten für das FF-Fahrzeug um 200.000 und der Hochwasserschutz am Sportplatz mit 180.000 entfällt im heurigen Jahr. Mit Überschüssen aus dem Vorjahr werden die beiden Batteriespeicher bei Wasserwerk und Kläranlage finanziert. Bei den Sozialhilfeausgaben hat die Stadt eine Rückzahlung von 86.000€ erhalten, die Erneuerung der Fassade beim alten Wirtshaus, bei Kläranlage und Wasserwerk oder das Fußverkehrskonzept wurden damit finanziert. Der Nachtragsvoranschlag wurde mit den Stimmen von vpmank, SPÖ und Grünen beschlossen, die FPÖ stimmte dagegen.

Für die Kläranlage wurde ein Darlehen in der Höhe von 300.000€ bei der Sparkasse NÖ als Bestbieter aufgenommen. Für den Umbau der Kindergruppe im Friedhofweg erhält die Stadt Förderungen für 332.000€ auf 15 Jahre – dafür wurde eine 300.000€ Darlehen ebenfalls bei der Sparkasse aufgenommen.

Für den künftigen Geh- und Radweg vom betreuten Wohnen zum Eurospar wurde eine Servitutsvereinbarung mit der Familie Linsberger beschlossen. Das Förderansuchen der Stadtgemeinde für den Geh- und Radweg wurde mittlerweile vom Land positiv beurteilt.