Wir Niederösterreicherinnen: Gesundes Gemüse aus dem Marchfeld für unsere Familien.

Ob nach dem Job, zwischen Kindergarten und Hausaufgaben oder am Wochenende: Wer für eine Familie kocht, braucht Gemüse, das gesund und schnell zubereitet ist. Tiefkühlgemüse aus dem Marchfeld erfüllt all das. Seit 1946 wird hier Gemüse tiefgekühlt. Doch mit der angekündigten Schließung des Tiefkühlwerks in Groß-Enzersdorf steht die Verarbeitung in der Region auf dem Spiel. Die Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP-Frauen fordern: Gemüse aus dem Marchfeld muss auch in Zukunft hier verarbeitet werden und auf den Tellern unserer Familien bleiben.

Noch immer leisten Frauen in Österreich den Großteil der unbezahlten Familien- und Versorgungsarbeit. Einkaufen, kochen und die gesunde Ernährung der Kinder müssen oft neben dem Beruf organisiert werden. Tiefkühlgemüse ist dabei eine gute, gesunde Alternative, denn es ist das ganze Jahr verfügbar, in wenigen Minuten zubereitet und genau portionierbar. 

„Wir Frauen wissen, wie viel im Familienalltag zu stemmen ist. Gerade deshalb wollen wir uns darauf verlassen können, dass beim Einkauf gesundes Tiefkühlgemüse aus Niederösterreich in unseren Einkaufswägen landet – und nicht Ware, die quer durch Europa gefahren wurde“, so Landesobfrau LAbg. Silke Dammerer. 

Auch für die Landwirtschaft steht viel auf dem Spiel. Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Lorenz Mayr betont: „Unsere Bauernfamilien im Marchfeld erzeugen seit Jahrzehnten hochwertiges Gemüse und haben dafür viel in ihre Betriebe investiert. Nun droht eine wichtige regionale Wertschöpfungskette verloren zu gehen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Verarbeitung in der Region langfristig absichern. Dafür setzen wir uns mit aller Kraft ein. Denn nur mit verlässlichen Absatzmöglichkeiten haben die Marchfelder Gemüsebauern eine Perspektive.“

Für die Bäuerinnen und Bauern im Marchfeld bedeutet die Schließung des Werks in Groß-Enzersdorf weit mehr als den Verlust eines Abnehmers. Viele bäuerlichen Familienbetriebe produzieren seit Jahrzehnten Gemüse für die Tiefkühlverarbeitung. Für zahlreiche Betriebe ist dieser Produktionszweig ein wesentlicher Bestandteil ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage. Über Jahre wurde in Beregnung, Spezialmaschinen und die Gemüseproduktion investiert. Ein Umstieg auf andere Kulturen ist für viele Betriebe keine wirtschaftlich tragfähige Alternative, da diese oft geringere Einkommen ermöglichen – diese sind für die getätigten hohen Investitionen aber notwendig. Zudem fehlen entsprechende Maschinen, Lagerkapazitäten oder gesicherte Absatzmöglichkeiten.